Die ham' Se verpasst!

Impovisationstheater mit den Frizzles
13. Oktober 2006


Diesmal lediglich der Versuch einer kleinen Nachlese von Isabell Raschke

Für eine größere Ansicht einfach auf das Bild klicken.

  Frizzle - laut Oxford Dictionary bedeutet das so viel wie zischen, brutzeln. Also haben Betty LaMinga, Katrin Piplies und Arnd Cremer zusammen mit Bernd Budden am Keyboard sich diesen Namen definitiv zu Recht gegeben, denn sie haben die DRK-Möbelbörse von Anfang an zum Kochen gebracht. Wer schon einmal Improvisations-theater gesehen hat, weiß, dass man einen solchen Abend weder vorher - und leider auch nachher nicht, wie die Autorin gerade mal wieder feststellt - beschreiben kann. Unmöglich auch, den komischen Charakter einer bestimmten Impro zu beschreiben. Wenn ich denjenigen von Ihnen, geschätzte Webseitenbesucher, die am Freitag nicht in der Möbelbörse waren, jetzt von der Szene erzähle, in der die Tochter ihren Hamster tot im Käfig findet und der Vater sie zu trösten versucht und, nachdem ihm das nicht gelingt, die Mutter für weitere Erklärungen und Tröstungen vorschiebt, werden Sie sich fragen, was denn daran nun in Gottes Namen so brülle-komisch sein soll. Diejenigen von Ihnen, die am Freitag das Glück (oder auch die weise Voraussicht in Form von rechtzeitigem Erwerb einer Eintrittskarte) hatten und diese Szene mitverfolgen konnten, werden allerdings genau wissen, wovon ich spreche. Denn auch wenn erst einmal kaum ein langweiligerer Plot vorstellbar ist, war alleine verblüffend, auf wie viele Arten man einen solche Situation im wahrsten Sinne des Wortes zum Leben erwecken konnte: Krimi, Oper, modernes Tanztheater, Schnulzendrama... der Fantasie waren da keine Grenzen gesetzt - und das nutzten die Frizzles gnadenlos aus! Unverzichtbar bei jedem Improvisationstheater sind die Zurufe aus dem Publikum. Und auch da zeigt sich unser Publikum weder schüchtern noch einfallslos, sondern geht immer mit kreativen Ideen hilfreich zur Hand. Bei der Gelegenheit erfuhr die faszinierte Autorin auch, dass es sich beim Vennehof um eine "Mall" handelt... Noch Fragen?
Sensationell war auch die Nummer, bei der Arnd Cremer vor die Tür gehen musste (das Borkener Äquivalent zur schalldichten Kandidatenkabine) und Betty LaMinga und Katrin Piplies mit dem Publikum einen Plot ausbaldower-ten, den ihr Mitspieler hinterher durch geschickte Fragen und Vermutungen erraten sollte. Alles, was Arnd wusste war, dass er in einem Geschäft etwas bestimmtes umtauschen sollte - und dass es auch einen guten Grund dafür gab. Ein Schwimmbecken sollte es sein, war schnell beschlossen und der Umtauschgrund sollte sein, dass es beißt. Keine leichte Aufgabe für den Ahnungslosen, die aber mit Bravour gelöst wurde.
Ach, und so könnte ich jetzt wieder stundenlang weiter schreiben. Aber Sie waren ja selbst da, oder...?
 
 
 
 

 

 

 

 
 
 
 
die helfen mit
 
 
 
     
Kulturbüro Gorilla